Diese „community for expatriats and global minds“ ist eine Organisation mit über 200 Standorten weltweit und soll Expats in aller Welt helfen, an ihrem momentanen Aufenthaltsort neue Kontakte zu knüpfen und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, um die Startphase zu erleichtern. Zwei sogenannte „ambassadors“ organisieren einmal pro Monat ein informelles Treffen in wechselnden Locations, die im Moment in Chicago angesagt sind. Durch unser interkulturelles Training in Deutschland mit einer sechsmonatigen, kostenlosen Mitgliedschaft versehen, hatte ich nach unserem Umzug mein Profil aktiviert und mit einem der ambassadors Kontakt aufgenommen, der mich sogleich zum nächsten Treffen einlud.
Da die Treffen auch an wechselnden Tagen stattfinden, sollte es allerdings noch einige Monate dauern, bis ich mich zu einem Event aufmachen konnte, das an einem Samstagabend in einer Sportsbar stattfand. Neugierig steuerte ich die Lokalität an. Nachdem mich der Türsteher mit einem Bändchen ausgestattet hatte, das belegte, das ich eine Internations-Teilnehmerin war, öffnete er die Tür zum Ort des Geschehens und wies mich an, mich rechts zu halten. Ein wichtiger Hinweis, denn die Bar war rappelvoll und da im Fernsehen gerade ein Football-Match übertragen wurde, vollgestopft mit Fans, die in angemessenem Outfit und mit bereits ziemlich hohem Alkoholpegel ihre Mannschaft lautstark unterstützten. Ich hatte immer noch keine Ahnung von American Football und war auch nicht gewillt, dies in der Kürze der Zeit zu ändern.
An einem der Bistrotische wedelte mir jemand einladend zu. Ich schaute mich vorsichtshalber um. Meinte er wirklich mich? Es stellte sich heraus, dass es Francisco war, der ambassador, mit dem ich bereits einige Mails ausgetauscht hatte. Er begrüßte mich überschwänglich und schleppte mich gleich an einen der Tische, um mich einigen Internations-Mitgliedern vorzustellen. Francisco entpuppte sich als omipräsenter Organisator und Kommunikator – er war den ganzen Abend einfach überall. Sobald er jemanden entdeckte, den er noch nicht kannte, setzte er sich in Bewegung und schleppte den Neuankömmling fröhlich an einen der Tische. Es wurde ein kurzweiliger Abend, denn schließlich hatten alle Teilnehmer das Ziel, neue Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und dabei möglichst viel Spaß zu haben. Dies verkürzte die sonst übliche zwischenmenschliche Aufwärmphase ungemein. Ich lernte daher in kurzer Zeit Menschen aus allen Teilen der Welt kennen, die einen internationalen Background hatten und in mehreren Sprachen zu Hause waren.
An einem der Bistrotische wedelte mir jemand einladend zu. Ich schaute mich vorsichtshalber um. Meinte er wirklich mich? Es stellte sich heraus, dass es Francisco war, der ambassador, mit dem ich bereits einige Mails ausgetauscht hatte. Er begrüßte mich überschwänglich und schleppte mich gleich an einen der Tische, um mich einigen Internations-Mitgliedern vorzustellen. Francisco entpuppte sich als omipräsenter Organisator und Kommunikator – er war den ganzen Abend einfach überall. Sobald er jemanden entdeckte, den er noch nicht kannte, setzte er sich in Bewegung und schleppte den Neuankömmling fröhlich an einen der Tische. Es wurde ein kurzweiliger Abend, denn schließlich hatten alle Teilnehmer das Ziel, neue Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und dabei möglichst viel Spaß zu haben. Dies verkürzte die sonst übliche zwischenmenschliche Aufwärmphase ungemein. Ich lernte daher in kurzer Zeit Menschen aus allen Teilen der Welt kennen, die einen internationalen Background hatten und in mehreren Sprachen zu Hause waren.
Nach fast drei Stunden intensivem interkulturellen Austauschs klingelten mir die Ohren und ich verließ den Ort des Geschehens nicht ohne folgendes Resümee zu ziehen: Anregenden Abend verbracht, interessante Kontakte geknüpft, aber auch gelernt, dass Sportsbars nicht der optimale Ort sind, um dauerhaft ohne Gehörschaden zu kommunizieren.
Tipp: internations.org
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